In jenen Tagen der endgültigen Wende, als der lange Rückzug unaufhaltsam seinen Lauf nahm, vollzog sich in mir und in vielen meiner Kameraden eine innere Wandlung, die über die Jahre langsam gereift war und nun im Angesicht der unbestreitbaren Niederlage zur vollen Klarheit gelangte. Der militärische Wendepunkt, das Scheitern der Offensiven, der Beginn des Rückzugs, das war nur das Äußere. Das Wesentliche geschah im Inneren, in den Seelen der Männer, die endlich die Wahrheit über den Krieg erkannten, in den man sie geschickt hatte. Die Wahrheit, die mir und vielen anderen nun mit unerbittlicher Klarheit aufging, war die, dass dieser Krieg von Anfang an ein Unrecht gewesen war, ein verbrecherischer Überfall auf ein Land, das uns nichts getan hatte, ein Eroberungskrieg, geführt um der Eroberung willen, um der Macht willen.

All die hohen Worte, mit denen man uns geködert hatte, vom Recht unserer Sache, von der Verteidigung des Vaterlandes, von einer höheren Bestimmung, all das waren Lügen gewesen. Lügen, die uns betrogen und missbraucht hatten als Werkzeuge eines Verbrechens. Diese Erkenntnis war furchtbar, denn sie raubte uns das Letzte, was uns noch Halt gegeben hatte: den Glauben, für eine gerechte Sache zu leiden und zu sterben. Und sie warf uns die Frage nach unserer eigenen Schuld vor die Füße, die Frage, was wir getan hatten und wofür.
Ich rang mit dieser Frage in den Nächten des Rückzugs, rang um eine Antwort, die mich nicht zerbrach. Ich fand sie nur mühsam, halb in dem Gedanken, dass wir einfachen Soldaten hineingezwungen worden waren, ohne gefragt zu werden, dass wir gehorcht hatten, weil uns Gehorsam von Kindheit an eingepflanzt worden war, und dass die Schuld in erster Linie bei denen lag, die diesen Krieg gewollt und befohlen hatten. Doch ich wusste, dass diese Antwort nicht ganz ausreichte, dass auch ich Schuld trug, denn ich hatte getötet, hatte mitgemacht, hatte nicht widerstanden. Ich begriff, dass es ein leichtes ist zu sagen, man habe nur gehorcht, dass aber jeder Mensch eine letzte Verantwortung trägt für das, was er tut, auch im Gehorsam, und dass ich diese Verantwortung nicht abschütteln konnte, so sehr ich es auch wünschte.
Es war eine bittere, schmerzhafte Wahrheit, die mir in jenen Tagen aufging, und sie veränderte mich tief. Von nun an kämpfte ich nicht mehr aus irgendeinem Glauben an die Sache, denn diesen Glauben hatte ich verloren, sondern allein um des Überlebens willen, um der Kameraden willen, um nicht selbst zu fallen und nicht die wenigen, die mir geblieben waren, im Stich zu lassen. Dieser Wandel der Beweggründe, vom Glauben an eine Sache zum nackten Überleben und zur Kameradschaft, kennzeichnete den eigentlichen Wendepunkt in mir. Ich sprach von diesen Gedanken vorsichtig mit Otto und mit Lindner und sogar mit Feldwebel Weiß, den ich nun, da so viele Jahre vergangen waren und so viel Vertrauen zwischen uns gewachsen war, in mein Innerstes blicken ließ.
Ich fand, dass auch sie zu ähnlichen Erkenntnissen gelangt waren, dass auch in ihnen der Glaube an die Sache erloschen war. Weiß, der alte Soldat, der so lange seine Pflicht getan hatte, ohne zu fragen, gestand mir in einer jener Nächte, dass auch er nun zweifle, dass auch er den Krieg für verloren und für verbrecherisch halte, und dass er nur noch eine Pflicht kenne: die Pflicht, so viele seiner Männer wie möglich lebend nach Hause zu bringen. Dieses Geständnis aus seinem Munde erschütterte und tröstete mich zugleich, denn es zeigte mir, dass selbst dieser Mann, den ich für den Inbegriff des soldatischen Pflichtbewusstseins gehalten hatte, die Wahrheit erkannt hatte und dass ich mit meinen Zweifeln nicht allein war. Wir alle, die wir den Krieg durchlebt und durchlitten hatten, waren zur selben bitteren Erkenntnis gelangt.
Die Zweifel, die nun in uns allen aufgebrochen waren, betrafen nicht mehr nur die Frage nach dem Recht des Krieges, sondern weiteten sich aus zu einem Zweifel an allem, woran wir geglaubt, was man uns gelehrt hatte. Es war, als zerbräche in jenen Tagen ein ganzes Gebäude von Überzeugungen, das man in unserer Jugend in uns errichtet hatte. Ich fand mich in einem Zustand der inneren Leere, der Heimatlosigkeit des Geistes, denn die alten Gewissheiten waren dahin und neue hatten sich noch nicht gebildet. Ich tastete im Dunkeln nach einem neuen Halt, nach einem neuen Sinn, nach etwas, woran ich glauben konnte in dem allgemeinen Zusammenbruch.
Diese Zweifel waren gefährlich, das wusste ich wohl, denn es war verboten, sie zu äußern. Wer sie äußerte, setzte sein Leben aufs Spiel, denn es gab unter uns auch jene, die wachten, die berichteten, die jede Äußerung von Zweifel als Wehrkraftzersetzung verfolgten. Ich musste vorsichtig sein, musste meine Gedanken verbergen, vor allen außer den wenigen, denen ich vollkommen vertraute. Und dieses ständige Verbergen, diese Heimlichkeit war eine zusätzliche Last, die ich zu tragen hatte.
Ein Erlebnis führte mir die Gefährlichkeit dieser Zweifel und das Risiko ihrer Äußerung drastisch vor Augen. Ein junger Soldat unserer Kompanie, ein nachdenklicher Bursche, der seinen Zweifeln zu offen Ausdruck gegeben hatte, der laut gesagt hatte, was viele nur dachten, dass der Krieg verloren und sinnlos sei, wurde angezeigt, vor ein Kriegsgericht gestellt und zum Tode verurteilt wegen Wehrkraftzersetzung. Wir mussten zusehen, wie das Urteil vollstreckt wurde, mussten antreten und zusehen, wie ein deutscher Soldat von deutschen Soldaten erschossen wurde. Nicht, weil er gegen den Feind versagt hatte, sondern weil er die Wahrheit ausgesprochen hatte.
Dieser Anblick erschütterte mich bis ins Mark und lehrte mich aufs Neue, in welcher Welt wir lebten, in welchem Wahnsinn, in dem die Wahrheit mit dem Tode bestraft und die Lüge belohnt wurde. Ich stand in der angetretenen Kompanie und sah den jungen Mann sterben, und ich sah in den Gesichtern der anderen dieselbe Erschütterung, dieselbe Scham. Ich begriff, dass dies ein Verbrechen war, das wir mit ansehen mussten, ein Verbrechen an einem der Unsrigen, und dass auch dies zu der langen Liste der Frevel gehörte, die über uns kamen. Der Krieg tötete nicht nur nach außen gegen den Feind, sondern auch nach innen, gegen die eigenen Söhne, die zu denken wagten.
Nach jener Hinrichtung wurde ich noch vorsichtiger mit meinen Worten, doch nicht mit meinen Gedanken, denn die Gedanken ließen sich nicht mehr unterdrücken. Sie waren erwacht und wollten sich nicht mehr zur Ruhe legen. Ich grübelte und zweifelte und suchte und fand doch keinen festen Boden unter den Füßen. In dieser geistigen Heimatlosigkeit fand ich Trost nur noch in den Menschen, die mir nahe waren, in der Kameradschaft und in einem neuen, vorsichtigen Tasten nach einem Glauben, der mir bleiben könnte, auch jenseits aller zerbrochenen Gewissheiten.
Ich las in jenen Tagen oft in Karls Gedichtband, den ich noch immer bei mir trug, und ich fand in den Versen der alten Dichter einen Trost, einen Halt. Diese Verse sprachen von einer Schönheit, einer Würde, einem Sinn des menschlichen Lebens, der jenseits aller Politik, aller Kriege, aller Ideologien lag, der ewig und unzerstörbar war. Ich begann zu ahnen, dass es vielleicht hier, in der Schönheit, in der Kunst, in der Liebe, in dem schlichten Menschsein, einen Halt gab, einen Sinn, der durch keinen Krieg, keine Niederlage, keine Lüge zerstört werden konnte. Ich klammerte mich an diese Ahnung, an dieses zarte neue Glauben, das langsam in mir keimte aus den Trümmern der alten zerbrochenen Gewissheiten, ein Glaube an den Menschen, an seine unzerstörbare Würde trotz allem.
Dieser Glaube wurde mir zu einem neuen Halt, einem neuen Boden, auf dem ich stehen konnte in dem allgemeinen Zusammenbruch. In der Zeit des Rückzugs, in den langen Stunden des Wartens zwischen den Gefechten, in den Nächten in den Unterständen und an den Lagerfeuern führten wir Gespräche, wie wir sie früher nicht geführt hatten. Tiefe, ernste Gespräche über das Leben und den Tod, über Gott und die Welt, über Schuld und Sühne, über die Zukunft. Diese Gespräche wurden mir kostbar, denn in ihnen rangen wir gemeinsam um ein Verständnis dessen, was wir erlebten, um einen Halt in der allgemeinen Verwirrung.
In ihnen kamen wir einander näher, als es Männer im gewöhnlichen Leben je tun. Der Krieg, der so vieles zerstörte, schuf auch dies: eine Tiefe der Verbindung, eine Offenheit der Seele, wie sie nur entsteht zwischen Menschen, die gemeinsam dem Tode ins Auge gesehen haben. Wir saßen oft beisammen, Otto und ich und Lindner und zuweilen Weiß und Vogt, die wenigen, die uns geblieben waren, und wir sprachen mit gedämpfter Stimme von den Dingen, die uns bewegten. Ein jeder brachte ein, was er dachte und fühlte, und wir hörten einander zu und stritten und stimmten überein.
Es war, als bauten wir gemeinsam Stein um Stein ein neues Gebäude des Denkens und Glaubens auf, an die Stelle des Alten, das zusammengebrochen war. Lindner, der Gläubige, sprach in diesen Gesprächen oft von seinem Glauben, der ihm trotz allem geblieben war, mochte er auch erschüttert sein. Er sagte, dass er an einen Gott glaube, der nicht den Krieg wolle, nicht das Töten, sondern die Liebe, und dass das Böse in der Welt nicht von Gott komme, sondern vom Menschen, von seiner Freiheit, die er missbrauche. Gott leide mit den Leidenden, mit den Opfern, und er, Lindner, diene in jedem Verwundeten, dem er beistehe, in jedem Sterbenden, den er tröste, dem leidenden Gott selbst.
Diese Gedanken, so schlicht und doch so tief, bewegten mich, und sie halfen mir, einen Weg zu finden zu einem neuen Glauben, der nicht naiv war, der das Böse und das Leid nicht leugnete, sondern der trotz allem an einen Sinn, an eine Liebe glaubte, die das letzte Wort behalten würde. Otto, der praktische, lebenszugewandte, sprach weniger von Gott und mehr von der Zukunft, von dem Leben nach dem Krieg, das er sich erträumte, von Anna, von dem Haus, das er bauen, von den Kindern, die er großziehen wollte. Seine Träume, so einfach sie waren, waren doch ein Glaube, ein Glaube an das Leben, an die Zukunft, an die Möglichkeit des Glücks trotz allem. Auch dieser Glaube tröstete und stärkte mich.
Feldwebel Weiß, der älteste und erfahrenste von uns, sprach in diesen Gesprächen selten. Doch wenn er sprach, dann hatten seine Worte ein besonderes Gewicht, denn sie kamen aus einer Tiefe der Erfahrung, aus einem Leben, das viel gesehen und gelitten hatte. Einmal sagte er in einer jener Nächte etwas, das ich nie vergaß. Er sagte, dass er in seinem langen Leben als Soldat viele Kriege und viele Ideologien gesehen habe.
Was er gelernt habe, sei, den großen Worten zu misstrauen, den Fahnen, den Parolen, hinter denen sich stets nur die Gier nach Macht verberge. Das einzige, woran er noch glaube, sei der einzelne Mensch, der Kamerad neben ihm, der Mensch, dem er helfen, den er retten könne. Alle großen Ideen habe er verloren, doch diesen Glauben an den einzelnen Menschen habe er behalten, und dieser Glaube genüge ihm, um weiterzuleben und weiterzumachen. Diese Worte von Weiß fassten gleichsam zusammen, was wir alle in jenen Gesprächen gesucht und gefunden hatten: einen neuen Halt jenseits der zerbrochenen Ideologien, einen Glauben an den einzelnen Menschen, an die Kameradschaft, an die Liebe, an das schlichte Gute, das ein Mensch dem anderen tun kann.
Dieser Glaube, so bescheiden er war im Vergleich zu den großen Worten, mit denen man uns einst in den Krieg geschickt hatte, war wahr und unzerstörbar, und er trug uns durch die dunklen Tage, die noch vor uns lagen. Und so traten wir ihn an, den langen Rückweg, der nun unser Leben werden sollte für die kommenden Monate und Jahre. Den Weg zurück nach Westen, der uns über dieselben Landschaften führen würde, die wir einst voll Hoffnung durchzogen hatten, nun aber geschlagen, blutend, ohne Hoffnung. Ich begriff in jenen Tagen, dass der Titel, den ich diesem Tagebuch einst gegeben hatte, der Weg nach Osten, sich nun umkehrte.
Aus dem Weg nach Osten war ein Weg nach Westen geworden, ein Rückweg, ein Weg der Heimkehr und doch zugleich ein Weg des Untergangs. Diese Umkehrung des Weges schien mir ein Sinnbild für die Umkehrung unseres ganzen Schicksals, für die Wende, die sich vollzogen hatte. Der Rückweg war beschwerlich und gefährlich, denn der Feind drängte nach, unaufhörlich. Wir mussten kämpfen um jeden Kilometer, mussten halten und weichen, halten und weichen in jenem zähen, blutigen Wechsel, der den ganzen langen Rückzug kennzeichnete.
Es war ein Weg gesäumt von Gräbern, von den Gräbern der Kameraden, die auf diesem Weg fielen, einer nach dem anderen. Mit jedem Grab, das wir hinter uns ließen, wurde der Kreis der Überlebenden kleiner und die Last der Erinnerung, die ich trug, schwerer. Doch der Rückweg, so bitter er war, hatte auch eine Richtung, ein Ziel, das uns Kraft gab, denn er führte uns nach Westen, der Heimat entgegen. Mit jedem Kilometer kamen wir der Heimat näher.
Dieser Gedanke, dass wir nun nach all den Jahren des Vordringens in die Fremde endlich wieder der Heimat zustrebten, war ein Trost, eine Hoffnung, an die wir uns klammerten. Ich begann des Nachts von der Heimkehr zu träumen, von dem Augenblick, da ich wieder durch die Tür meines Elternhauses treten würde, da ich meine Mutter wiedersehen würde, meinen Vater, da der Krieg endlich hinter mir läge. Diese Träume, so wage und unsicher sie waren, gaben mir Kraft, weiterzugehen, weiterzukämpfen, zu überleben. Und doch lag über diesen Träumen ein Schatten, eine Furcht.
Ich wusste nicht, was mich in der Heimat erwartete. Ich wusste, dass die Bomben fielen auf die deutschen Städte, dass auch die Heimat nicht mehr sicher war, dass auch dort der Krieg wütete. Ich bangte um meine Eltern, um Nürnberg, um all das, was mir lieb war. Diese Furcht mischte sich in meine Träume von der Heimkehr und trübte sie.
Als wir an einem Abend des Spätsommers nach einem langen Tag des Rückzugs in einer Stellung halt machten und ich erschöpft am Rande eines Feldes saß und nach Westen blickte, wo die Sonne unterging, dorthin, wo die Heimat lag, überkam mich eine sonderbare Stimmung, eine Mischung aus Wehmut und Hoffnung, aus Trauer und einem zaghaften neuen Mut. Ich dachte an alles, was hinter mir lag, an die Jahre des Krieges, an die Kameraden, die ich verloren hatte, an Karl und Fritz und all die anderen. Ich dachte an das, was vor mir lag, an den langen Weg, der noch zu gehen war, an die Heimat, an das ungewisse Ende. Ich fühlte, dass ich ein anderer geworden war in diesen Jahren.
Der Junge, der einst voll töriger Hoffnung über die Grenze gegangen war, war gestorben, irgendwo auf den Ebenen Russlands. An seiner Stelle stand ein Mann, gezeichnet, gealtert, beladen mit Erinnerungen und mit Schuld, doch auch gereift, wissend und trotz allem nicht ohne Hoffnung, nicht ohne Glauben an den Menschen, an die Liebe, an die Möglichkeit eines neuen Lebens jenseits des Krieges. Ich schwor mir in jener Abendstunde, dass ich überleben würde, dass ich heimkehren würde, dass ich Zeugnis ablegen würde von all dem, was ich erlebt hatte, von dem Grauen und von der Menschlichkeit, von dem Tod und von der Liebe, damit es nicht vergessen würde, damit es eine Mahnung sei für die, die nach uns kamen. Ich erhob mich und kehrte zurück zu den Kameraden.
Wir bereiteten uns vor auf den nächsten Tag des Rückzugs, auf den langen Weg, der noch vor uns lag, dem Westen entgegen, der Heimat, dem Ende. September 1943. Wir gehen zurück nach Westen. Es ist seltsam: Als ich dieses Tagebuch begann, war es der Weg nach Osten.
Jetzt hat er sich umgekehrt. Aus dem Weg nach Osten ist ein Weg nach Westen geworden, ein Rückweg, eine Heimkehr und ein Untergang zugleich. Wie ein Sinnbild für unser ganzes Schicksal. Etwas hat sich gewendet, nicht nur an der Front, sondern in uns.
Wir haben die Wahrheit erkannt. Dieser Krieg war von Anfang an unrecht. All die hohen Worte waren Lügen. Ich trage Schuld, auch wenn ich nur gehorcht habe.
Diese Erkenntnis ist bitter, aber ich kann nicht mehr zurück hinter sie. Ein junger Soldat unserer Kompanie hat seine Zweifel zu laut gesagt. Sie haben ihn erschossen wegen Wehrkraftzersetzung. Wir mussten zusehen, ein Deutscher von Deutschen erschossen, weil er die Wahrheit sagte.
Ich werde es nie vergessen. So weit ist es gekommen. Aber in den Gesprächen mit Otto, Lindner und Weiß habe ich einen neuen Halt gefunden. Nicht die großen Ideen, die sind zerbrochen, sondern der Glaube an den einzelnen Menschen, an die Kameradschaft, an die Liebe.
Weiß hat es gesagt: Das einzige, woran er noch glaubt, ist der Mensch neben ihm. Das genügt, um weiterzumachen. Wir gehen nach Westen, der Heimat entgegen. Mit jedem Kilometer komme ich näher.
Ich träume von der Heimkehr, aber ich fürchte mich auch, denn die Bomben fallen auf die Heimat. Ich schwöre, ich will überleben. Ich will Zeugnis ablegen, damit es nicht vergessen wird. Gott, bring uns heim.
Martin.